Intro
#marameint
Seit KI in unseren Inboxen, Entscheidungsprozessen und Output mitmischt und aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken ist, übernehmen 61% der Beschäftigten Aufgaben, die nicht zu ihren Kompetenzen passen (Arbeiten 2025, Pronova BKK).
61%! Das ist ja sowas von mehr als die Hälfte. Aber wozu führt das?
Also in mir löst das Stress aus. Aus „Da muss ich mich mal in Ruhe dahinterklemmen.“ wird „Da habe ich mal schnell Chatty gefragt.“ Jede Minute verdichtet sich, weil jede Minute ja nun auch von jedem Beschäftigten „dank“ KI effektiv genutzt werden kann – Kompetenzen hin oder her. (Achtung Übertreibung!)
Aber wie viel Zeit darf ich mir jetzt eigentlich noch nehmen, um etwas wirklich ehrlich zu lernen?
Ich vergleiche das immer mit der Fahrschule: Ich habe in einem Auto mit Schaltgetriebe gelernt und meine Prüfung abgelegt. Mein Cousin hat seinen Führerschein gleich nur für Automatik-Getriebe gemacht. Ja ok, eigentlich braucht man die Fähigkeit einen Schaltwagen zu fahren, heute kaum mehr. Aber egal, ich finde es irgendwie trotzdem wichtig, das zu können – da bin ich stolz drauf.
Heute verändert sich hingegen durch KI irgendwie auch das Lernverhalten oder? Arbeiten mit KI ist wie einen Automatik zu fahren. Man kommt trotzdem ans Ziel. Sicher auch. Hat im Stop-and-go deutlich weniger Stress und so den Kopf womöglich schon viel freier für andere Themen: ein gutes Gespräch unterwegs, einem guten Podcast wirklich zuzuhören und mitzudenken…
Aber sobald ich mich ehrlich in etwas reinfuchsen möchte. Mir die Zeit nehme, weil ich weiß, dass ich das auch selbst kann: Wie das Schreiben dieses Beitrages. Auch wenn es länger dauert, mache ich es, weil es mir wichtig ist. Doch gleichzeitig drängt sich mir der Gedanke auf: Denk doch mal dran, was du noch zu tun hast. Das hier dauert zu lange. Die Zeit könntest du anderweitig viel effizienter nutzen.
Ende vom Intro.
Ich löse das jetzt nicht sofort auf. Denn genau dieses Spannungsfeld – Tempo, Technologie, Erschöpfung – ist der Ausgangspunkt zu einer Frage gewesen, die wir uns im Team gestellt haben: Schlägt Hightech reale Highperformance?
Input

Jede Minute unserer Arbeitszeit ist durch neue Technologie mehr wert denn je zuvor. In jeder Minute können mehr Entscheidungen abgewogen und getroffen werden, mehr Output generiert werden, mehr Möglichkeiten wahrgenommen. Aber all das muss unsere Kognition auch stemmen können, oder nicht?
Was macht der steigende Druck mit Highperformance? Können wir beides haben: Hightech und Highperformance?
Die gute Nachricht ist: Wir haben uns wirklich lange mit dem Thema beschäftigt und stellen fest: Gute ehrliche und gewachsene Teamarbeit ist unschlagbar und niemals durch Hightech zu ersetzen.
Im Project Aristoteles zwischen 2012 und 2015 deckte Google auf: Nicht die Zusammensetzung eines Teams entscheidet über den Erfolg, sondern wie es zusammenarbeitet. Der wichtigste von fünf identifizierten Erfolgsfaktoren: psychologische Sicherheit.
Dieser Befund ist 11 Jahre alt. Nach heutiger Zeitrechnung quasi aus dem Mittelalter. Aber trotzdem noch brandaktuell und ebenso heiß diskutiert.
Was heißt das für die Zahl aus dem Intro? Ganz klar: Technologie kann vielleicht Kompetenz vorgaukeln, aber echte Teamarbeit nicht ersetzen, sondern nur unterstützen. Sie kann kein Vertrauen aufbauen, keine Verantwortung übernehmen und keine Verbindlichkeit einfordern. Das bleibt – ihr ahnt es schon – ziemlich menschlich.
Doch mit steigendem Druck, mit jeder vollgepackten wirklich wirklich wichtigen Minute steigt auch das Risiko der Dysfunktionen im Team. Mehr Tempo unter anderem durch die neuen Möglichkeiten durch KI kann dazu führen, dass wir:
- weniger nachfragen,
- Unsicherheiten später ansprechen,
- Entscheidungen schneller übergehen,
- Verantwortung weiterreichen,
- Konflikte vermeiden.
- …

Jetzt kommt der Plottwist: KI kann helfen, diesen Dysfunktionen vorzubeugen bzw. sie zu bearbeiten.
Kurze Denkerpause an der Stelle. Was ich versuche zu sagen ist – ganz überspitzt: KI kann Dysfunktionen im Team fördern und helfen sie zu lösen. Könnt ihr folgen?
Für jede dieser Dysfunktionen gilt: Ein KI-Coach kann unterstützen. Er kann Muster erkennen, Perspektiven aufzeigen, ein schwieriges Gespräch vorbereiten, eine Formulierung vorschlagen… Aber an einer entscheidenden Stelle bleibt der Ball doch bei uns: Vertrauen zeigen, sich festlegen, Verantwortung übernehmen und das Gespräch tatsächlich führen. Das wird immer menschlich bleiben, oder?
Genau an diesem letzten Gedanken setzt auch unser Schlachtplan-KI-Coach an: Er führt letztlich die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten in einem Tool zusammen. Er hilft beim Erkennen, Durchdenken und Vorbereiten. Entscheidung und Umsetzung bleiben jedoch bei uns. Unsere zentrale Formel dahinter: Die KI kann die Diagnose beschleunigen. Die Beziehung muss der Mensch gestalten. Oder, wie es Lissi immer auf den Punkt bringt: „Wenn Maschinen immer bessere Maschinen werden, müssen Menschen immer bessere Menschen werden.“
Also können wir nun beides haben: Highperformance und Hightech? Die Antwort lautet: Ja.
Inside
Diesen Monat gibt’s von uns ausnahmsweise keine Beitragsreihe dazu. Denn das Thema heben wir uns für die Bühne auf. Genauer für das PM Forum 2026 in München.
Diese Keynote dort am 09.10.2026 ist eine der persönlichsten, die wir bislang geschrieben haben. Wir sprechen über emotionale Herausforderungen durch Hightech, darüber was Highperformance wirklich ausmacht und verbinden all das mit praktischem Erleben zum Schluss: Alle, die live dabei sind, können einen Teil unseres Schlachtplan-KI-Coaches direkt vor Ort ausprobieren.

Von der Bühne direkt zu dir: Unsere Keynote beim PM Forum München
Du willst live dabei sein? Am 09.10.2026 sind Hermann und Lissi beim PM Forum in München (10:15–11:00 Uhr).
Wenn du als Projektleitung oder PMO nach konkreten Hebeln für Vertrauen, Verbindlichkeit und Entscheidungsfähigkeit suchst, ist das genau dein Vortrag.
Alle Infos und Tickets findest du hier: https://www.pm-forum.de/programm/uebersicht/highperformance-schlaegt-hightech
Wir freuen uns, wenn wir uns dort sehen!









